#1 Vaterunser... von Zufall 02.12.2014 15:28

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Hatte die Tage einen Gedanken, der mich stark verunsicherte. Das Vaterunser gilt ja als das einzige, von Jesus selbst überlieferte Gebet im NT.
Jedoch ist es voll von JHWH/Bina/Malchut/Saturn-Symbolen...

Zitat
Vater unser, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.



(Gemäß der Didache (Lehre der 12 Apostel) sollten Christen es auch privat dreimal am Tag beten.)

Vorallem stört mich (unabhängig vom oben gezeigtem Bild - welches EINDEUTIG den "falschen Herren" meint), dass er wohl im systemischen "Himmel dieser Welt" sitzt,
Das sein Reich "kommen" soll - wie im Himmel so auf Erden (Binah/Malchut, das goldene Zeitalter als Ziel)
Das tägliche Brot gib uns heute (für die Ernte bedankten -> Saturn/Getreide/Samen/Felder...), etc.. Der Bezug von Text und Bild (siehe oben) ist defintiv vorhanden.

"Amen" hat doch auch irgendeine Symbolik, ist mir gerade entfallen, ohne jetzt danach zu suchen - aber es gibt doch Leute die behaupten, dass wäre ebenfalls etwas Freimaurerisches bzw. nachträglich zugefügtes?!

Zitat
Der Lobpreis ὅτι σοῦ ἐστιν ἡ βασιλεία καὶ ἡ δύναμις καὶ ἡ δόξα εἰς τοὺς αἰῶνας. ἀμήν. (Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen) findet sich erst in späteren Handschriften; er lehnt sich an ein Dankgebet des Königs David an



Die ursprüngliche Form geht sogar noch weiter... (in den Himmeln = 7. Himmel > Binah)

Zitat
Im Gegensatz zur deutschen Übersetzung unterscheidet die lateinische Fassung bei der doppelt vorkommenden Wendung „im Himmel“ zwischen Plural und Singular: in caelis (Ablativ Plural, wörtlich: in den Himmeln) einerseits, in caelo (Ablativ Singular) andererseits. Diese Formulierung findet sich auch im griechischen Urtext und geht auf die antike Vorstellung von den Sieben Himmeln zurück, wobei Gott selbst in Araboth, dem Siebten Himmel verortet wird.[3]



Zitat
Jüdischer Hintergrund

Das Vaterunser knüpft an Gebetstraditionen des Tanach an. So bezieht sich etwa Psalm 103 auf Gottes heiligen Namen, auf seinen Willen sowie auf seine Vergebungsbereitschaft, und er vergleicht das Erbarmen Gottes mit dem eines Vaters gegenüber seinen Kindern. Jesus griff also im AT vorhandene Stichworte auf, ohne konkrete Formulierungen von dort zu entlehnen (der Psalm 103 z.B. ist auch gar kein Gebet, sondern eigentlich ein Bekenntnis; er redet nicht Gott an, sondern über Gott in der dritten Person).



http://de.wikipedia.org/wiki/Vaterunser

Finde ich etwas Seltsam.

#2 RE: Vaterunser... von Hardy 02.12.2014 17:12

Hallo Zufall
Das mit dem Bild ist wohl klar: Feindliche Übernahme.
Das AMEN – Problem ist mir bewusst ,deshalb lasse ich es weg aber ich bin eh kein 'Beter' Typ.
Man kann alle Worte in feindlicher Absicht übernehmen , Neusprech genannt ,und Sprache ist nun mal ein Irdisches Werkzeug und begrenzt und manipulierbar.
Die ständige Wiederholung von Worten kann die Maschine bedienen (Wortmagie).
Du siehst ich kann deine Bedenken nachvolziehen,das heisst nich dass ich deswegen verunsichert bin.
Ich meine man kann auch eine völlig Wortlose Beziehung zu Christus haben,dh bewege die Christus Worte in deinem Geist.

Die besten Dinge sagt noch immer Claudio noicon zu diesen Fragen oder auch Lucky.
Es wäre schön wenn sich diese Herren mal bequemen würden ein paar Zeilen dazu zu schreiben.

Gruss

#3 RE: Vaterunser... von Lena 02.12.2014 23:22

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Ich habe auch eine völlig wortlose Beziehung zu Christus. Besuche nie eine Kirche, nur wenn ich mal merkwürdige Bilder machen möchte und die habe ich auch. Mein Christus liegt bei mir selbst drin. Ich brauche nirgendswo draussen zu suchen. Selbst wenn ich in eine Kirche reinkomme, fange ich an zu zittern. Mir wird es ganz schlecht. Seit Jahren lehne ich irgendwelche Einladungen zu Hochzeiten oder Ähnliches ab, Christus und meinen Glauben kann ich dort nicht finden. Habe aber sehr gute Freunde, die sonntags immer zur Kirche gehen. Inzwischen warte ich draussen auf sie.

lg

#4 RE: Vaterunser... von Zufall 03.12.2014 14:27

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Vielen Dank für die Antworten, ihr beiden! Wie gesagt, das mit dem Bild ist klar, ich wollte es nur zur Verdeutlichung hinzufügen, vorallem da sich eben
Text und Bild hier wunderbar ergänzen, bzw. "passen". Amen war was aegyptisches, oder? Hab ich jedenfalls mal so in irgendeinem YT-Clip gehört, wo auf einer Wallstreetdemo oder sowas ein Christ die Freimaurer-Bibel und die zusätzlcihen Aufzeichnungen im hinteren Teil aufzeigt. Heisst ja scheinbar auch "so soll es sein, wahrhaftig", was dann wohl christlich "gemeint" ist...
Bemerkenswert finde ich auch, dass es im NT:

25x Amen in John &
52x Amen ausserhalb davon gibt = macht genau 77x Amen plus eben die gespiegelten Zahlen -> IIV VII, einzeln, oder aber zusammen ->
XXV & LII. Hat mit Sicherheit auch was zu sagen (Die ganzen Gottesschriften, egal welche Religion sind größtenteils Codes mMn. ob nun symbolische Metaphern oder mathematische Formeln)...

Zitat
Popular among some theosophists,[10] proponents of Afrocentric theories of history,[11] and adherents of esoteric Christianity [12][13] is the conjecture that amen is a derivative of the name of the Egyptian god Amun (which is sometimes also spelled Amen). Some adherents of Eastern religions believe that amen shares roots with the Hindu Sanskrit word, Aum.[14][15][16][17] Such external etymologies are not included in standard etymological reference works. The Hebrew word, as noted above, starts with aleph, while the Egyptian name begins with a yodh.[18]

The Armenian word ամեն /ˌɑːmˈɛn/ means "every"; however it is also used in the same form at the conclusion of prayers, much as in English.[19]



http://en.wikipedia.org/wiki/Amen

Klar, man kann alle Worte in feindlicher Absicht übernehmen, "Neusprech" wie du sagst (bestes Beispiel die "Neu-Rechten"...), aber ich verstehe halt nicht wie man mit zweierlei Maß an die Sache rangehen kann... Auf der einen Seite pickt man sich Zeilen/Worte aus dem NT raus, die einem Zusagen, bzw. findet so zu seinem Glauben (Zusammengefasst gesagt: ohne diese Überlieferung wüsste man nicht von Jesus oder dem was er getan/gesagt hat), auf der andern Seite übersieht man Parallelen die man sonst als eindeutige Symbolik gegen den eigenen, wahren Glauben zu deuten weiss.

Die Wortlose Beziehung zu Christus welche ich durch die Worte im Geist führe ist doch so gesehen keine Wortlose (nur unausgesprochene) Beziehung, wo wir wieder bei zweierlei Maß, bzw. dem oben aufgeführten Widerspruch sind.

Wie gesagt, ich würde mich freuen, wenn beispielsweise Claudio mal was dazu sagen würde... Finde das sehr interessant.

#5 RE: Vaterunser... von Hardy 03.12.2014 18:56

Es ist interessant Zufall,aber ich würde da keine Wissenschaft draus machen.
Es kommt nicht auf ein Wort wie 'Amen' an
Es gibt keinen 'rationalen' Grund an Christus zu glauben .Es ist für mich Evident, daß der Mensch
nicht auf der Erde leben kann und hier in einer Falle sitzt und wer das nicht merkt ist ein armes
Schwein . Ich setzt deshalb meine Hoffnungen auf Christus, ganz einfach,volle Kanne alles auf eine
Karte.

Gruss

#6 RE: Vaterunser... von phill4 03.12.2014 22:10

Am Besten immer "in Jesu Namen" das Gebet beginnen und beenden. Dann ist es egal ob man noch "Amen" dranhängt oder nicht, weil man die volle Autorität Jesu Christo anruft.
Wer "gegen" eine Beziehung zu Jesus Christus im Geiste ist, der schlägt sich automatisch auf die Seite von Papst Franzi. Siehe hier:

Zitat
Pope Francis described as "dangerous" the temptation to believe that one can have "a personal, direct, immediate relationship with Jesus Christ without communion with and the mediation of the church."



lg
phil

#7 RE: Vaterunser... von Zufall 04.12.2014 01:49

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Danke, Phill4 & Hardy für eure Beiträge! Das "Amen" ist mir hier, wie im Eingangspost erwähnt überhaupt nicht so wichtig,
viel mehr interessierte mich der Inhaltliche Kontext des Gebets (im Bezug auf Jesus VS. JHWH/Saturn/Binah). Die Fakten über "Amen"
allgemein habe ich nur beim überfliegen des WIKI-Beitrages nochmal erwähnen wollen... Und es scheint ja Teil eines jeden Vaterunser's zu sein...
Wäre ja, falls "Amen" wirklich wortwörtlich unchristlich wäre schon ausreichend, für eine "feindliche Übername" - Aber der Inhalt selbst,
ist ja bereits sehr fragwürdig, mMn.

Das Papst-Zitat habe ich gestern Abend auch durch Zufall auf Youtube gesehen, dem ist nichts hinzuzufügen. ;)

Vielleicht liest Claudio (noicon) das hier ja noch, würde mich interessieren wie er das sieht (Vorallem weil er sich ja sehr häufig auf biblische
Zitate aus dem NT - Jesus betreffend - bezieht, um Aussagen des "Nicht-Jesus" zu entlarven bzw. zu verdeutlichen (> Maria: "Weib, was
habe ich mit dir zu schaffen?"
, oder aber im Bezug auf das Reich: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt (...)"). So gesehen sind die
Worte des Vaterunser aus seinem Mund ja gleich zu gewichten. Das war das was ich ursprünglich meinte: Nun zu sagen "Nein, dass ist nicht
das Wort Jesu, das wurde übernommen/abgeändert/verfälscht"
weil es eindeutigen Bezug zum "Nicht-Jesus" hat, wäre doch etwas sehr einfach.
Ich finde halt man sollte sich mit solchen Überschneidungen genauso kritisch auseinandersetzen, wie mit anderen "Mustern", bei welchen
man sofort "für" oder "gegen" ist.

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